„...the lion sleeps tonight!“ oder: Safari mit Kindern

- Kategorie : Familienleben , Preschooler , Tragetipps
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Ruth von Mastermum war in Südafrika unterwegs und nimmt uns auf ihre Safari mit Kind mit.

Anfang Dezember war es wieder so weit: Die Rucksäcke wurden gepackt und los ging`s in ein neues Reise - Abenteuer zu viert.

Diesmal war unser Ziel Südafrika. Für 3 Wochen. Vor ca. 15 Jahren war ich schon mal dort...ohne Kinder und mit vieeel weniger Gepäck. Wie würde es diesmal werden? Wie hatte sich das Land verändert? Und wie würde es den Kindern gefallen? Nach 12h im Flugzeug wird der erste Vorteil dieser Reisedestination sofort spürbar: es gibt keine Zeitverschiebung. Südafrika liegt – obwohl so weit entfernt von Österreich – in derselben Zeitzone.

Reisen ohne Jetlag ist schon Luxus – vor allem für uns Erwachsene (die Kids stecken ihn meist ja eh viel leichter weg).

Safari mit Kindern im Addo Elephant Park

Nachdem wir die erste Nacht in Kapstadt verbracht hatten, ging es am nächsten Morgen mit unserem Mietauto gleich los in Richtung Safari. Unser Ziel war der Addo Elephant Park am östlichen Ende der sogenannten Garden Route.

Auf der Karte nur ein Hüpfer von Kapstadt entfernt, in der Realität 9h Autofahrt. Eine wichtige Lektion für Südafrika: Unterschätze NIE die Distanzen – das Land ist einfach riesig!

Wir hatten die Route auf 2 Etappen aufgeteilt, um nie länger als 4h pro Tag im Auto verbringen zu müssen. Während das ältere Kind sich zwar schon wunderbar alleine beschäftigen konnte mit Rätselheften, Malbüchern und Hörbüchern, fand das jüngere Kind Autofahren nach 2h ziemlich langweilig (und zeigte das dann auch).

Als wir im Addo Elephant Park ankamen, war die Aufregung bei uns allen 4en total groß, weil wir wirklich gleich einmal einen Elefanten sahen – und zwar aus allernächster Nähe! 

Im Addo Elephant Park werden Kinder erst ab 6 Jahren auf die offiziellen Safaris im Safari Jeep mitgenommen – man darf den ganzen Park aber auch selbst mit dem Auto erkunden. Und dafür entschieden wir uns auch. Aussteigen ist übrigens nur an ganz wenigen Stellen erlaubt, denn: im Busch leben u.a. Löwen und Leoparden. Und die sieht man lieber durchs sichere Fensterglas! Die Tierwelt im Nationalpark ist wirklich beeindruckend und du kannst dort mit viel Glück alle sogenannten „Big 5“ sehen, also: Elefanten, Löwen, Leopard, Wasserbüffel und Nashorn.

Und: Wir hatten DEFINITIV Glück, denn bis auf den Leoparden haben wir sie alle gesehen. Auch wenn`s von Nashorn und Löwen nur Suchbild-Fotos gibt.

Was wir sonst noch gesehen haben? Zebras, Vogelsträuße, Antillopen, Kudus, Schildkröten, Hasen, Affen und jede Menge Warzenschweine (wir nennen sie nur die „Hakuna Matata Schweine). Mein persönlicher Favorit waren aber definitiv die Elefanten Babys, die im Schlamm gebadet hatten. Der Abschied vom Addo Elephant Park fiel uns wirklich schwer, weil wir jeden Tag nach dem Aufwachen schon die Tiere von unsere Terrasse beobachten konnten und das einfach sooo einzigartig war.

Keine Safari ohne Buzzidil

Die Buzzidil Preschooler Trage durfte bei uns nicht nur mit, weil sie so schön zur Savanne passte, sondern weil Reisen für uns ganz eng mit Tragen verbunden ist!

Warum das so ist?

  • der Buzzidil spart enorm viel Platz im Vergleich zum Kinderwagen
  • man kann ihn auf jeden Ausflug leicht mitnehmen und hat ihn auch im Flugzeug direkt an Board
  • Reisen bedeutet für Kinder Spaß und Abenteuer, aber es bedeutet auch, dass viel Neues und viele Eindrücke verarbeitet werden müssen. Gerade in der Ferne tut es den Kindern oft gut, wieder ganz nahe bei Mama oder Papa zu sein und die Sicherheit des Vertrauten zu spüren! Mit der Trage ist das ganz einfach!
  • Wenn wir auf Reisen sind, ist unser Tagesablauf anders als zu Hause und wir leben in den Tag hinein. Da passiert es auch, dass eines der Kinder genau auf einem Ausflug müde wird. Oder die Wanderung plötzlich doch zu lange ist. Mit der Preschooler Trage lassen sich tatsächlich beide Kinder noch tragen (auch wenn das große Kind nur noch mein Mann schafft) und kurze Tiefs lassen sich super überbrücken.
  • Beim Beobachten der Tiere hatten die Kinder immer die „Pole Position“ in der Trage, weil sie von oben viel mehr sehen konnten!

Plettenberg Bay

Aber die Aussicht auf Strand und Meer machte den Abschied leichter und wir fuhren die Garden Route wieder zurück Richtung Westen: nach Plettenberg Bay.  Eine Gegend, in der auch die Südafrikaner selbst so richtig gerne Urlaub machen – ist also wirklich schön!

Auch wenn der Ozean in Südafrika generell eher kalt ist (auch im Dezember, also dem südafrikanischen Sommer), sind die Strände immer einen Besuch wert. Und meine Kinder kennen sowieso keine Kälte, wenn`s ums Meer geht! Plettenberg Bay bietet aber noch viel mehr als nur Strand. Zum Beispiel das wunderschöne Robberg Naturschutzgebiet, in dem man ganz tolle Wanderungen unternehmen und je nach Jahreszeit Wale, Seelöwen und Delfine beobachten kann.

Anfangs noch total motiviert...

...und irgendwann dann müde! Gut, dass Papa noch nicht müde ist! Ist das Meer hier nicht herrlich?

Und wirklich: zu Hunderten tummeln sich die Seelöwen auf den Felsen und im Meer und was ich davor nicht wusste: Seelöwen-Babys hören sich an wie kleine Schafe!

Kinderfreundliches Südafrika

Ich hatte schon lange den Wunsch, endlich einmal Delfine aus nächster Nähe zu sehen. Für mich sind Delfine so ganz besondere Tiere: So feinfühlig, so fröhlich und gleichzeitig so elegant irgendwie. Meine Familie war dann so mutig, mich aufs Boot zu begleiten. Was wir alle im Vorfeld nicht wussten war, wie wild die Bootsfahrt werden würde. Seekrank sollte man da definitiv nicht werden! Einigen Bootsinsassen ging es gar nicht gut. Wir fanden es aber ganz toll und wurden wirklich weiter Strecken über von mindestens 50 Delfinen begleitet, die direkt vorm Boot schwammen und spielten.

Ein unglaubliches Erlebnis für uns alle!

Was ich auch unbedingt noch erwähnen möchte ist, wie kinderfreundlich Südafrika ist. Überall wird man mit Kindern total herzlich empfangen, es gibt immer Stifte und Papier zum Malen, es gibt überall Kindergerichte, das Essen der Kinder wird immer zuerst gebracht, fast überall gibt es Kinderspielplätze und die Toleranz bei spielenden und manchmal natürlich auch lauten Kindern ist wesentlich höher als ich das hier kenne (Sorry, Österreich). Übers Spielen mit anderen Kindern in einem Restaurant fanden wir übrigens auch richtig liebe Freunde, die wir definitiv wiedersehen werden! Das sind für mich immer die schönsten Souvenirs einer Reise: neue Freundschaften!

De Hoop Nationalpark

Weiter ging es in den De Hoop Nationalpark an der Küste, Weltnaturerbe und bekannt für seine unglaublich schöne Dünenlandschaft, sein Wildlife und hier vor allem die Vielfalt an Vögeln: zb. Flamingos.  Was den Kindern hier aber am meisten Spaß bereitete, war definitiv das Hüpfen und Rutschen in den Sanddünen. Und ich geb es zu: mir auch!

Nach 2 Nächten dort machten wir uns auf den Weg zu unserem Weihnachts-Ziel: Weihnachten würde dieses Jahr nämlich eher ein WEINachten werden, da wir die Tage von 24.bis 26.12. rund um die Weingegend bei Franschoek verbringen wollten. Wer in Österreich schon mal in den Weinkellern des Landes unterwegs war, der wird staunen, um wieviel größer und pompöser diese in Südafrika sind. Unglaublich! Eins der wirklich schönen Güter mit riesigem Garten: das Babylonstoren. Falls man denkt, für Kinder wäre das langweilig: Irrtum! Fast alle Weingüter haben große Spielplätze, wunderschöne Gärten und bieten Picknicks an, die man dann ganz gemütlich auf der Wiese essen kann, während die Kinder spielen können.

Weihnachten war also heuer ganz anders als sonst, denn statt Schnee gab es einen Pool und statt mit Oma und Opa feierten wir gemeinsam mit einer großen südafrikanischen Familie, die wir in unserer Unterkunft kennengelernt hatten und die uns mit so viel Gastfreundschaft  zu sich einluden. Das Gefühl von Familie ist nicht abhängig vom Verwandtschaftsgrad....das haben wir definitiv auf dieser Reise gelernt.

Und meine Kinder? Die haben nebenbei Englisch gelernt! Kekse und Eis bestellen, das geht jetzt schon richtig gut auf englisch!

Kapstadt mit Kindern

Unser letztes Ziel auf dieser Reise war Kapstadt. Und wir freuten uns schon sehr auf 5 Tage in dieser wunderschönen Stadt!

Ich bin ehrlich: Ich freute mich auch schon ein klein bisschen aufs letzte Mal Einpacken. Auch wenn wir bewusst wirklich wenig Gepäck mit uns mit hatten, summiert sich das Packen bei 8 verschiedenen Stationen schon mal.  Wert war es das aber definitiv, weil wir so einfach wirklich viel vom Land sehen konnten!

Was wir gleich bei unserer Ankunft in Kapstadt lernten: Kapstadt ist im Dezember windig. Super fürs Surfen, nicht ganz optimal um am Sandstrand zu liegen. Das macht aber nichts, weil es auch sonst noch richtig viel zu erleben gibt. Zum Beispiel eine Fahrt mit der Gondel auf den Tafelberg. Wir hatten wirklich Glück und keine einzige Nebelschwade hüllte den Tafelberg an diesem Tag ein – also klarer Blick auf die Stadt. Wer es weniger touristisch mag, wandert auf den Lions Head. Der Ausblick dort ist ebenso genial und kostet weniger.

Für Foodies wie uns ist Südafrika einfach ein Paradies. Auch für Vegetarier übrigens gibt’s richtig gutes Essen!

Was wir sonst noch gemacht habe? Unsere Freunde aus Plettenberg Bay wiedergetroffen, über die richtig coolen Food-Markets in Kapstadt gebummelt, die kleinen Strand-Städtchen wie Muizenberg besucht, über den wunderschönen Chapmans Peak Drive gefahren, viele viele Pinguine in Boulders Beach beobachtet, Sonnenuntergänge genossen, durchs bunte Boo-Kap Viertel geschlendert und am Ende hab ich mir noch einen zweiten richtig großen Wunsch erfüllt und bin am Strand entlang geritten. Wow, das war so schön, dass ich währenddessen Tränen in den Augen hatte!

Südafrika und Safari mit Kindern - unser Fazit

Unser Fazit nach 3 Wochen: Wir kommen definitiv wieder! Südafrika ist ein so wunderschönes Land mit einer solchen Vielfalt an verschiedenen Landschaften, Tieren, Pflanzen und einer großen Gast- und Kinderfreundlichkeit. Und ja: wirklich gutem Essen und Wein.

Aber es gibt natürlich auch die andere Seite des Landes. Noch immer ist die Kluft zwischen Schwarzen und Weißen sehr groß, auch wenn es die Apartheid seid nun fast 30 Jahren nicht mehr gibt. Dort, wo es große Armut neben großem Besitz gibt, ist leider auch die Kriminalität oftmals sehr groß. In Südafrika ist das definitiv ein gesellschaftliches Problem, vor dem das Land zunehmend immer stärker steht. Denn klar ist auch: Mit Berichten über Überfälle, Raub und Gewalt gewinnt man keine Touristen. Und das wiederum ist wirtschaftlich für das Land verheerend.

Meine persönliche Erfahrung aus den drei Wochen: Wir haben alle Sicherheitsregeln befolgt, sind im Dunkeln in den Städten nicht mehr raus, haben manche Gegenden gemieden, nie etwas im Auto liegen lassen und sind auch nie mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Ich habe mich wirklich nie unsicher oder sogar bedroht gefühlt und hatte vor der Giftschlange definitiv mehr Angst als vor einem Überfall.

Klare Empfehlung also von mir – auch mit Kindern super zu bereisen und ein wirklich einzigartiges Erlebnis!

Mehr über Ruth erfahren: Mastermum

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